Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2020

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© Foto: ZDF/ORF/Roman Zach-Kiesling3Sat, 04.01.2020, 20:15-22:40 Uhr. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist das musikalische Highlight zum Jahresauftakt. Auch 2020 zeigt 3sat das Konzert aus dem Wiener Musikverein. Es dirigiert erstmals Andris Nelsons.
Gespielt werden wieder heitere und zugleich besinnliche Werke der Strauss-Dynastie und ihrer Zeitgenossen. Das Orchester versteht sich als musikalischer Botschafter Österreichs und möchte einen von Hoffnung, Freundschaft und Frieden Neujahrsgruß übermitteln.
Im Herzen von Wien interpretiert das Wiener Staatsballett zwei Choreografien: Im Winterpalais von Prinz Eugen von Savoyen tanzen Paare eine Choreografie zu »Seid umschlungen, Millionen«, einem der berühmtesten Walzer des »Walzerkönigs« Johann Strauss Sohn. Das barocke Palais diente Prinz Eugen als Winterresidenz, die Sommermonate verbrachte er im Schloss Belvedere.
Am Fuße des bekannten Wiener Nussbergs liegt der Nussdorfer Pfarrplatz. Ein romantischer Ort, der dem Staatsballett eine hervorragende Bühne bietet für Contretänze von Ludwig van Beethoven. Beide Choreografien hat der spanische Choreograf José Carlos Martínez geschaffen.
Im Februar 2018 hat Andris Nelsons das Amt des 21. Kapellmeisters des Leipziger Gewandhausorchesters angetreten, bereits seit 2014 ist er Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra. Mit den Musikern der Wiener Philharmoniker verbindet den lettischen Dirigenten eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit auf Bühnen in der ganzen Welt.
Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist das größte klassische Musikereignis der Welt. Es wird in mehr als 90 Länder übertragen und von mehr als 50 Millionen Menschen in der ganzen Welt mitverfolgt.

250 Jahre Beethoven – 24 Stunden Beethoven an Neujahr

© Foto: ZDF/3sat/Kat Menschik

© Foto: ZDF/3sat/Kat Menschik3Sat, 01.01.2020, 06:00 Uhr bis 02.01.2020, 06:00 Uhr. Er war selbstbewusst, geschäftstüchtig und revolutionierte die Musikgeschichte: Ludwig van Beethoven. Anlässlich seines 250. Geburtstags widmet sich 3sat am Mittwoch, 1. Januar 2020, ab 6.00 Uhr 24 Stunden lang dem großen deutschen Komponisten. Zu erleben sind am 3satThementag »TATATATAAA – 250 Jahre Beethoven« Sinfonien, Konzerte, Beethovens einzige Oper »Fidelio«, Filme und Dokumentationen zu Leben und Werk des musikalischen Genies, darunter um 20.15 Uhr die neue Dokumentation »Diesen Kuss der ganzen Welt – Beethoven heute« über die Bedeutung des Komponisten in unserer Zeit.

Hier alle Sendungen in der Übersicht:

Rock the Classic – Mad Sin
»Rock the Classic« oder eher »Shock the Classic«
01.01.2020, 06:00-06:45 Uhr

Die Akte Beethoven
Film von Ralf Pleger und Hedwig Schmutte
01.01.2020, 06:45-07:15 Uhr

Sonate für zwei »Beethoven«
Mit Lev Vinocour und Nina Mavis Brunner
01.01.2020, 07:15-07:55 Uhr

Beethoven – Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur, op. 15
Wiener Philharmoniker, Rudolf Buchbinder (Klavier und Leitung)
01.01.2020, 07:55-08:35 Uhr

Beethoven – Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, op. 19
Wiener Philharmoniker, Rudolf Buchbinder (Klavier und Leitung)
01.01.2020, 08:35-09:10 Uhr

Beethoven – Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37
Wiener Philharmoniker, Rudolf Buchbinder (Klavier und Leitung)
01.01.2020, 09:10-09:45 Uhr

Beethoven – Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58
Wiener Philharmoniker, Rudolf Buchbinder (Klavier und Leitung)
01.01.2020, 09:45-10:25 Uhr

Beethoven – Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur, op. 7
Wiener Philharmoniker, Rudolf Buchbinder (Klavier und Leitung)
01.01.2020, 10:25-11:05 Uhr

Mythos Beethoven (1/6)
Der Revolutionär
01.01.2020, 11:05-11:35 Uhr

Mythos Beethoven (2/6)
Der Revolutionär
01.01.2020, 11:35-12:05 Uhr

Missa Solemnis D-Dur, op. 123
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
01.01.2020, 12:05-13:25 Uhr

Mythos Beethoven (3/6)
Der Virtuose
01.01.2020, 13:25-13:55 Uhr

Mythos Beethoven (4/6)
Der Kranke
01.01.2020, 13:55-14:25 Uhr

Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
hr-Sinfonieorchester, Andrés Orozco-Estrada
01.01.2020, 14:25-14:55 Uhr

Karajan dirigiert Beethoven, Symphonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55 »Eroica«
Philharmonie Berlin, 1971
01.01.2020, 14:55-15:45 Uhr

Karajan dirigiert Beethoven, Symphonie Nr. 5, c-Moll, op. 67, »Schicksalssymphonie«
Philharmonie Berlin, 1972
01.01.2020, 15:45-16:15 Uhr

Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op. 92
hr-Sinfonieorchester, Andrés Orozco-Estrada
01.01.2020, 16:15-17:00 Uhr

Mythos Beethoven (5/6)
Der Unternehmer
01.01.2020, 17:00-17:30 Uhr

Mythos Beethoven (6/6)
Der Unsterbliche
01.01.2020, 17:30-18:00 Uhr

»Fidelio«, Oper in zwei Aufzügen op. 72
Salzburger Festspiele 2015
01.01.2020, 18:00-20:15 Uhr

Diesen Kuss der ganzen Welt
Beethoven heute
01.01.2020, 20:15-21:15 Uhr

Klang der Stille (Copying Beethoven)
Spielfilm, USA 2006
01.01.2020, 21:15-22:55 Uhr

Berliner Philharmoniker Open Air, Beethovens 9. Sinfonie
Saisoneröffnung mit Kirill Petrenko, Brandenburger Tor, Berlin 2019
01.01.2020, 22:55-00:05 Uhr

Die Akte Beethoven
Film von Ralf Pleger und Hedwig Schmutte
02.01.2020, 00:05-00:55 Uhr

Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
hr-Sinfonieorchester, Andrés Orozco-Estrada
02.01.2020, 00:55-01:25 Uhr

Karajan dirigiert Beethoven, Symphonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55 »Eroica«
Philharmonie Berlin, 1971
01.01.2020, 01:25-02:15 Uhr

Karajan dirigiert Beethoven, Symphonie Nr. 5, c-Moll, op. 67, »Schicksalssymphonie«
Philharmonie Berlin, 1972
02.01.2020, 02:15-02:45 Uhr

Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op. 92
hr-Sinfonieorchester, Andrés Orozco-Estrada
02.01.2020, 02:45-03:35 Uhr

»Fidelio«, Oper in zwei Aufzügen op. 72
Salzburger Festspiele 2015
01.01.2020, 03:35-05:55 Uhr

Jansons dirigiert Hummel und Strawinsky

© Foto: BR/Astrid Ackermann

© Foto: BR/Astrid AckermannBayerisches Fernsehen, 11.12.2019, 00:15-01:00 Uhr. »Symphony in Three Movements« und Trompetenkonzert E-Dur. Martin Angerer, Solotrompeter im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, spielt das beliebte E-Dur Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel. Außerdem dirigiert Mariss Jansons die »Symphony in Three Movements« von Igor Strrawinsky in der Philharmonie im Gasteig.
Joseph Haydns Nachfolger an Esterhazys Hof war Johann Nepomuk Hummel, der seinerzeit gefeierter Pianist war und ein umfangreiches, vielfältiges Oeuvre hinterlassen hat. Die Wiener Musikkritik machte ihn zum Antipoden Beethovens, zwei gespaltene Lager verteidigten ihren jeweiligen Günstling. Doch beide verband eine freundschaftliche Beziehung, sofern dies mit dem mürrischen, argwöhnischen Ertaubten möglich war. Zu einem letzten Besuch kam es nicht, Hummel konnte nur noch an Beethovens Beerdigung teilnehmen. In die Lebenszeit Hummels fiel auch die Erfindung der Klappentrompete, ein Vorläufer der Ventiltrompete, die in Weiterentwicklungen bis heute verwendet wird. Diese Neuerung bot dem vorher nur »fanfarenartig« einsetzbaren Instrument ganz neue Möglichkeiten. Dies nutzten Hummel und einige seine Zeitgenossen und komponierten anspruchsvolle Werke für die Trompete. Wie das E-Dur Trompetenkonzert, mit dem sich Hummel ein bleibendes musikalisches Monument geschaffen hat. Besonders der 3. Satz ist ein Feuerwerk der Virtuosität und verlangt dem Solisten all sein Können ab. Kaum zu glauben: Martin Angerer, Solotrompeter im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, spielt in dieser Aufführung das Werk zum ersten Mal in seiner Karriere. Für ihn enthält das Konzert »den schönsten zweiten Satz der gesamten Literatur. Er nimmt mich so mit, dass mir immer die Tränen kommen«.
Ab Ende der 1930er-Jahre widmete sich Igor Strawinsky vermehrt den großen »Klassikern« Haydn und Beethoven. Deshalb wird diese Schaffensperiode als Neoklassizismus bezeichnet. In diese Phase fällt auch seine »Symphony in Three Movements«. Für das New York Symphony Orchestra geschrieben, hat sie eigentlich kein Programm. Die Uraufführung fand 1946 in der Carnegie Hall statt, sie nimmt klar Bezug auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, der gerade zu Ende gegangen war.

Anne-Sophie Mutter und Herbert von Karajan

© Foto: Arte/Henning Bruemmer

© Foto: Arte/Henning BruemmerArte, 06.11.2019, 05:00-05:45 Uhr . Das Beethoven-Konzert. Berliner Philharmoniker, European Union Youth Orchestra, Herbert von Karajan, Anne-Sophie Mutter (Violine). Anne-Sophie Mutter und Herbert von Karajan machen ihre vielleicht bedeutendste Aufnahme – und keiner bekommt es mit? Zweimal nehmen die beiden Beethovens Violinkonzert auf, beim zweiten Mal nur für die Filmkameras. Der Mitschnitt wird erst nach Karajans Tod veröffentlicht – weitgehend unbemerkt. Anne-Sophie Mutter, Musiker der Berliner Philharmoniker und Stars von heute kommentieren diese Sternstunde der Musik.
In der legendären Zusammenarbeit zwischen Herbert von Karajan und Anne-Sophie Mutter nimmt das Violinkonzert von Beethoven eine Sonderstellung ein. Mit keinem Werk traten die beiden häufiger gemeinsam auf als mit diesem berühmtesten aller Violinkonzerte. 16 Jahre alt war die junge Geigerin bei ihrem Beethoven-Debüt unter Karajan – und 20 beim letzten Durchlauf. Beide Male war kein Publikum im Saal. Während sich das aufsehenerregende Debüt auf Schallplatte in aller Welt verbreitete, blieb die filmisch dokumentierte letzte Aufführung bis über Karajans Tod hinaus unveröffentlicht und anschließend auf Video Disc weitestgehend unbeachtet. Dabei war das die eigentliche Sternstunde! Musiker von heute, darunter die Geigerin Lisa Batiashvili, sowie damals an der Aufnahme beteiligte Musiker der Berliner Philharmoniker und Anne-Sophie Mutter selbst schauen und hören sich das Konzert an. Sie kommentieren die Musik und das menschlich-künstlerische Verhältnis von Dirigent und Solistin, von Herbert von Karajan und Anne-Sophie Mutter. Auch heute, bald vier Jahrzehnte danach, ist Anne-Sophie Mutter mit dem Beethoven-Konzert auf den Konzertpodien der Welt unterwegs. Mit dem Zuschauer erlebt sie diese Sternstunde der Musik nach, deren Geheimnis in der einzigartigen Chemie zwischen dem Jahrhundertdirigenten und dem jungen Ausnahmetalent Anne-Sophie Mutter zu liegen scheint.
Für alle, die das Konzert vollständig genießen wollen: Ab der Ausstrahlung der Sendung ist es im Internet unter concert.arte.tv abrufbar.

Antrittskonzert von Cristian Măcelaru beim WDR Sinfonieorchester

© Foto: WDR/Joern Neumann

© Foto: WDR/Joern NeumannWDR, 15.09.2019, 08:45-10:15 Uhr. Aufnahme vom 6. September 2019 in der Kölner Philharmonie. Chor des Bayerischen Rundfunks, WDR Rundfunkchor, WDR Sinfonieorchester, Cristian Măcelaru (Leitung), Simona Saturová (Sopran), Michael Nagy (Bariton).

Gustav Mahler : Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Orchester und Sopransolo
Antonín Dvorák: Te Deum op. 103 für Soli, Chor und Orchester

Festliche Paukenschläge als Auftakt zu einer neuen Ära: Für seinen Einstand als Chefdirigent wählte Cristian Măcelaru neben Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 das kontrastreiche »Te Deum« von Antonin Dvorák – komponiert 1892 zur 400-Jahr-Feier der (angeblichen) Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Doch der jubelnde Lobgesang ist keineswegs frei von aggressiven Zügen; auch das im Finale der Mahler-Sinfonie besungene »himmlische Leben« aus seinen Wunderhorn-Liedern ist dann doch ziemlich irdisch.
Seit 2012 hatte der gebürtige Rumäne in den USA den Ruf eines Senkrechtstarters. Er war kurzfristig für Pierre Boulez beim Chicago Symphony Orchestra eingesprungen. Zuvor hatte er Violine studiert und wurde mit 19 der jüngste Konzertmeister in der Geschichte des Miami Symphony Orchestra. Danach studierte er Orchesterleitung und dirigierte unter anderem das Los Angeles Philharmonic und das New York Philharmonic. Ab 2013 war er drei Spielzeiten Conductor-in-residence des Philadelphia Orchestra und auch regelmäßig Gastdirigent in Europa – wie beim Concertgebouw Orchestra Amsterdam, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Gewandhausorchester Leipzig.
Der Funke und seine Begeisterung für Musik springen bei Cristian Măcelaru direkt über. Dass er für seinen neuen Posten als Chefdirigent von Philadelphia an den Rhein zieht und unbedingt Deutsch lernen will – neben den Sprachen Rumänisch, Englisch, Französisch und Italienisch, die er bereits beherrscht – ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.
Cristian Măcelaru folgt dem finnischen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste, der das WDR Sinfonieorchester neun Jahre lang geleitet hat. Um den 1980 geborenen Nachfolger kennenzulernen, stellt ihn Marion Ammicht in einem Porträt vor – dafür hat sie ihn mit Kamerateam auch in seiner Geburtsstadt Temeswar besucht.

 

Abschiedskonzert von Jukka-Pekka Saraste

© Foto: WDR/Thomas Kost

© Foto: WDR/Thomas KostWDR, 01.09.2019, 08:25-10:00 Uhr. Mahler und Beethoven mit dem WDR Sinfonieorchester. Nach neun Jahren als Chefdirigent verabschiedet sich Jukka-Pekka Saraste vom WDR Sinfonieorchester. Vor allem das »deutsche Repertoire« der Klassik und Romantik hat es dem Finnen angetan. Wie ein roter Faden zieht sich Gustav Mahler durch seine Kölner Amtszeit und mit dessen 5. Sinfonie beendet er sie. Auch die Aufnahme aller Sinfonien von Ludwig van Beethoven war ein großer Erfolg, den Saraste zum Abschied nachklingen lässt: Er dirigiert Beethovens Große Fuge in einer Fassung für reines Streichorchester.
Seit 2010 hat Jukka-Pekka Saraste das WDR Sinfonieorchester geleitet und mit großer Detailverliebtheit und sprichwörtlicher nordischer Kühle geprägt. Die Inszenierung der eigenen Person und der große Auftritt sind nicht das Ziel des Finnen, auch nicht in der Musik. Sie beginnt unter seinem Taktstock kontrolliert, entfaltet sich dann aber schnell zu erzählerischen Bögen und überraschenden Energiebahnen. Saraste ist kein Musik-«Darsteller« mit großen Gesten und kokettem Hüftschwung, sondern versteht sich als Musik-«Ermöglicher«, dem es auf den großen Atem ankommt.
Das Abschiedsprogramm von Jukka-Pekka Saraste ist übrigens ein echt rheinisches: Gustav Mahlers 5. Sinfonie wurde 1904 in Köln uraufgeführt, Mahler hatte das Gürzenich-Orchester selbst dirigiert. Sie beginnt mit einem Trauermarsch, doch am bekanntesten ist sicher der Anfang des 4. Satzes: Das Adagietto – ursprünglich als Liebeserklärung an Alma komponiert – spielen nur Streicher und Harfe. Luchino Visconti hat es 1971 in seiner Verfilmung von »Tod in Venedig« genutzt. Und bei der Musik eines Bonners erklingen ausschließlich Streicher: Saraste dirigiert Ludwig van Beethovens Große Fuge für Streichquartett in einer Streichorchesterfassung von Felix Weingartner. Hier erscheinen die sich kreuzenden Melodielinien und Dissonanzen noch kompromissloser und faszinierender. Jukka-Pekka Saraste hatte zunächst Violine studiert und war Geiger im Finnischen Radiosinfonieorchester. So schließt sich am Ende seiner Kölner Zeit der Kreis – nicht als Solist, aber bei der Musikauswahl.

Ludwig van Beethoven / Felix Weingartner Streichquartettsatz B-Dur »Große Fuge« op. 133 (1825), Bearbeitung für Streichorchester

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-Moll (1901-02)

 

25 Jahre Verbier Festival – Jubiläumskonzert

© Foto: Arte/Nicolas Brodard

© Foto: Arte/Nicolas BrodardArte, 22.08.2019, 05:00-05:50 Uhr. Zum 25. Jubiläum des Verbier Festivals fanden sich im Sommer 2018 zahllose Solisten von Weltrang ein. ARTE zeigt die Höhepunkte des außergewöhnlichen Musik-Events, mit Werken quer durch die Musikgeschichte, von Bachs »Brandenburgischem Konzert Nr. 3« über das »Halleluja« aus Händels »Messias«, Mozarts »Ave verum corpus« mit dem RIAS Kammerchor bis hin zu einer bunten Auswahl von Melodien aus der »Fledermaus« von Johann Strauss.
2018 feierte das Verbier Festival sein 25. Jubiläum. Vor der Kulisse der Schweizer Alpen trafen international gefeierte Stars der klassischen Musik auf eine neue Generation von vielversprechenden Künstlern. ARTE zeigt die Höhepunkte des Events: Thomas Quasthoff und Emily Edmonds singen Melodien aus der »Fledermaus« von Johann Strauss, der RIAS Kammerchor gibt das »Halleluja« aus Händels »Messias« und das »Ave verum corpus« von Wolfgang Amadeus Mozart und eine ganze Reihe Streicher von Weltruhm das »Brandenburgische Konzert Nr. 3« von Johann Sebastian Bach.
Zum Verbier Festival Chamber Orchestra gesellen sich Meistersolisten aus aller Herren Länder, wie Vadim Repin und Maxim Vengerov aus Russland, Mischa Maisky aus Lettland, Vilde Frang aus Norwegen, Martin Fröst aus Schweden, Pinchas Zukerman aus Israel, Leonidas Kavakos aus Griechenland, Lisa Batiashvili aus Georgien, Renaud Capuçon und Gérard Caussé aus Frankreich und viele andere mehr. Es dirigieren Valery Gergiev und Gábor Takács-Nagy.

Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Strauss, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach
RIAS Kammerchor, Verbier Festival Chamber Orchestra
Dirigenten: Gábor Takács-Nagy, Valery Gergiev
Mit Thomas Quasthoff (Bassbariton), Vadim Repin (Violine), Maxim Vengerov (Violine), Vilde Frang (Violine), Lisa Batiashvili (Violine), Renaud Capuçon (Violine), Martin Fröst (Klarinette), Emily Edmonds (Mezzosopran), Pinchas Zukerman (Violine), Leonidas Kavakos (Violine).

Lucerne Festival 2018 – Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko

© Foto: ZDF und SRF/LUCERNE FESTIVAL/Peter Fischli

© Foto: ZDF und SRF/LUCERNE FESTIVAL/Peter Fischli3Sat, 17.08.2019, 20:15-22:00 Uhr. 60. Beim »Lucerne Festival 2018« gaben die Berliner Philharmoniker und ihr künftiger Chefdirigent Kirill Petrenko eine Kostprobe ihre Könnens und feierten zugleich 60-jähriges Bühnenjubiläum.
Solistin war Yuja Wang, die die Klavierwelt seit Jahren mit gewagten Outfits in Atem hält. Ebenso atemberaubend ist ihr Spiel. Die Hypervirtuosin liebt das russische Repertoire, und so steht ihr Lieblingswerk, das 3. Klavierkonzert von Prokofjew, auf dem Programm.
Am Anfang aber steht ein Ausflug in die persische Märchenwelt: mit Paul Dukas’ Ballettmusik zu »La Péri« aus dem Jahr 1911, in der es um eine gute Fee geht, halb Engel, halb Mensch. Und dieses impressionistisch angehauchte Stück muss sich hinter Dukas’ populärem Zauberlehrling keineswegs verstecken.
Was gibt es Schlimmeres für Eltern, als wenn das eigene Kind vor ihnen stirbt? Der österreichische Komponist Franz Schmidt, einer der letzten Romantiker, musste diese traumatische Erfahrung machen, als seine einzige Tochter Emma im März 1932 zu Tode kam. Mit seiner Vierten Sinfonie komponierte er daraufhin eine Art Requiem, das elegische Klagegesänge anstimmt, einen ausgreifenden Trauermarsch präsentiert und am Ende den Abschied zelebriert: »ein Sterben in Schönheit«, wie Schmidt sagte, »wobei das ganze Leben noch einmal vorüberzieht«. Kirill Petrenko führt dieses selten gespielte Werk zusammen mit den Berliner Philharmonikern auf.
Kirill Petrenko ist ab 23. August 2019 offiziell Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.

Paul Dukas (1865–1935) – La Péri, ou La Fleur d’immortalité
Sergej Prokofjew (1891–1953)  – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26
Franz Schmidt (1874–1939)  – Sinfonie Nr. 4 C-Dur

Moskauer Osterfestival: Absolute Prokofiew

© Foto: Bayerisches Fernsehen

© Foto: Bayerisches FernsehenARD-alpha, 04.08.2019, 20:15-21:35 (Folge 1) und 11.08.2019, 20:15-22:05 Uhr (Folge 2). Das Moskauer Osterfestival ist ein unter Klassikfans weltweit gefeiertes Konzertevent, das traditionell am Ostersonntag beginnt. Das berühmte Sinfonieorchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters und sein Stardirigient Waleri Gergijew machten auf ihrer Russland-Tournee 2012 ebenfalls Station in der Hauptstadt und präsentierten den kompletten Zyklus von Prokofjews Sinfonien, Klavier- und Violinkonzerten, ein Komponist, zu dem der Klangkörper und sein Maestro eine besondere Affinität haben.
Das Moskauer Osterfestival ist ein unter Klassikliebhabern international renommiertes Konzertevent, das traditionell am Ostersonntag beginnt. Das weltbekannte Sinfonieorchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters und sein Stardirigient Waleri Gergijew machten auf ihrer alljährlichen Konzertreise durch Russland 2012 ebenfalls Station in der Hauptstadt. Dort präsentierten sie den kompletten Zyklus von Sergei Prokofjews Sinfonien sowie Klavier- und Violinkonzerten, also Werke eines Komponisten, zu dem der vielfach ausgezeichnete Klangkörper und sein Maestro eine besondere Affinität zu haben scheinen.
ARD-alpha präsentiert die Konzertreihe erstmals ab April aus Anlass von Prokofjews 125. Geburtstag in diesem Jahr und setzt damit – nach Tschaikowski und Schostakowitsch – seine Serie von Werkzyklen bedeutender russischer Komponisten in der Interpretation des Mariinski-Orchesters unter der Leitung seines musikalischen Direktors Waleri Gergijew fort.

Programm am 04.08.2019:
Orchester des Mariinsky-Theaters, Sankt Petersburg, Waleri Gergijew
Solist: Daniil Trifonow
– Sinfonie Nr. 1 (op. 25)
– Klavierkonzert Nr. 1 (op. 10)
– Sinfonie Nr. 5 (op. 100)

Programm am 11.08.2019:
Orchester des Mariinsky-Theaters, Sankt Petersburg, Waleri Gergijew
Solist: Alexander Toradze
– Sinfonie Nr. 2 (op. 40)
– Klavierkonzert Nr. 2 (op. 16)
– Sinfonie Nr. 3 (op. 44)

Highlight vom Mozartfest Würzburg 2018

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© Foto: Bayerisches FernsehenBayerisches Fernsehen, 31.07.2019, 00:15-02:50 Uhr. Eine große konzertierte Aktion zur Eröffnung des Mozartfests Würzburg 2018: Das international gefeierte Schumann Quartett um die Brüder Erik, Ken und Mark Schumann und die estnische Bratschistin Liisa Randalu treffen zusammen mit der jungen, brillanten belgischen Klarinettistin Annelien Van Wauwe und der Camerata Salzburg zum konzertierenden Mit- und Gegeneinander im »vielstimmigen« Kammerkonzert von Karl Amadeus Hartmann.
Dazu: Mozart in festlich-repräsentativem C-Dur – in der frühen Symphonie KV 208 und im späten olympischen Meisterwerk KV 551, der »Jupiter«-Sinfonie. Am Pult steht Hartmut Haenchen, der legendäre langjährige Chef des einstigen Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach.

Mozart: Sinfonie C-Dur KV 208/102 (213c) »Il re pastore«
Karl Amadeus Hartmann: Kammerkonzert fur Klarinette, Streichquartett und Streichorchester
Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 »Jupiter«