Klassik für alle! Die Mission der Pianistin Olga Scheps

Foto: © Uwe Arens/Sony ClassicalWDR, 22.10.2017, 09:10-10:10 Uhr – Sie hat Klavier spielen gelernt wie andere Kinder sprechen: die Kölner Pianistin Olga Scheps. Heute gehört die 31-jährige Russin zu den gefragtesten Konzertpianistinnen ihrer Generation. Sie spielt in den großen Konzertsälen der Welt. Und träumt doch von einer ganz besonderen Konzertkulisse: dem Kölner Dom.
»Ich bin damit aufgewachsen, dass Musik etwas Alltägliches ist, und ich möchte das weitergeben. Ich möchte, dass Klassik zugänglich ist für jeden«, sagt die Tochter zweier Pianisten, die dafür einen echten Konzertflügel auf die Domplatte rollen lässt. Doch nicht nur zu Hause in ihrer Wahlheimat in Köln will die gebürtige Moskauerin, die mit sechs Jahren zusammen mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen ist, neue Publikumsschichten erschließen. Auch beim Hamburger Reeperbahnfestival und beim Gipfeltreffen mit ihrem Kölner Künstlerfreund Chilly Gonzales zeigt sie, dass Musik eine universelle Sprache ist, die eigentlich keine Grenzen kennt, auch nicht zwischen Klassik und Pop. Marion Ammicht hat sie dabei ein Jahr lang mit der Kamera begleitet, zusammen mit ihrer Familie in alten Videoaufnahmen mit ihr gestöbert, ihren ehemaligen Professor, den russischen Pianisten Pavel Gillilov, nach dem Geheimnis der »russischen Schule« befragt und ihr Debüt beim Rudolf Firkusny Piano Festival in Prag genauso wie ihre erste Begegnung mit dem lettischen Komponisten Arvo Pärt und ihre jüngste CD-Aufnahme mit dem WDR Sinfonieorchester dokumentiert. Und dabei auch erfahren, wie entbehrungsreich und beglückend zugleich ein Leben für die Klassik angesichts einer kriselnden Musikindustrie und immer dichter gedrängten Konzertkalendern heutzutage sein kann. Immer auf der Suche nach dem einen außergewöhnlichen Augenblick: »Ich gehe auf die Bühne und ich versuche eins mit der Musik zu werden. Und das sind so die schönsten Momente für mich, wenn ich das Gefühl habe, dass mir das gelingt.«

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