Samstag, 18.11.2023 22:30-23:15 Uhr
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Jánoška Ensemble
Die Freiheit der Musik

© Foto: Jánoška Ensemble/Andreas Bitesnich

Details

Film von Sabine Scharnagl
Drei Brüder aus Bratislava – František, Ondrej und Roman Jánoška – sowie ihr Schwager Julius Darvas gründeten ein Ensemble, das sich als Jánoška Ensemble in die Herzen des Publikums spielte.

Ihre musikalische Handschrift entwickelte sich aus einem Mix verschiedener musikalischer Stilrichtungen. Doch sie ist viel mehr als nur eine Mischung aus unterschiedlichen Musikrichtungen, sondern der mittlerweile berühmte »Jánoška Style«.

Alle vier Musiker wurden durch ihre hoch musikalischen Familien schon im Kindesalter an klassische Musik herangeführt. Nicht nur ihr außergewöhnliches Talent und ihre familiäre Bande eint das Ensemble, sondern vor allem ihre gemeinsame musikalische Vision.

Mit ihrer Virtuosität und Improvisationskunst spannen die Musiker einen musikalischen Bogen von populären klassischen Werken über Eigenkompositionen bis hin zu ungewöhnlich fantasievollen Arrangements aus Genres wie Gypsy, Tango und Popmusik. Die Mitglieder des Ensemble wurden auf zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und gelten als herausragende Musiker der jüngeren Generation.

Das Jánoška Ensemble gastiert an den renommiertesten Häusern der Welt und tritt mit legendären Größen der Musikwelt auf, darunter Bobby McFerrin, Al Jarreau, Conchita Wurst, Felicity Lott, Thomas Hampson. Die Jánoškas sind gewissermaßen das A-Team unter den Allround-Virtuosen. Die vier Musiker an Kontrabass, Klavier und Geigen lassen ihre Lust an der Spielfreude nicht durch Genre-Grenzen schmälern: Die Jánoškas sind in allen Sprachen wortmächtig und berauschen sich im steten Stilwechsel.

Zuerst sind sie ihre eigenen Wege gegangen, bei den Wiener Philharmonikern, dem Vienna Art Orchestra und dem Wiener Kammerensemble. Doch dann merkten sie, dass ihnen etwas in ihrem musikalischen Leben fehlt – und so kam es zur Gründung des Jánoška Ensembles. »Anna Netrebko haben wir es zu verdanken, dass wir uns als Familie wieder zusammengefunden haben – sie hat uns dazu geraten, uns musikalisch zu vereinen!«

Das filmische Porträt führt zu den Kindheitsorten der drei Brüder, besucht deren Elternhaus ebenso wie deren Volksschule, lässt Freunde und Verwandte zu Wort kommen und wirft damit zugleich auch einen Blick zurück in die Zeit des Eisernen Vorhangs, auf das gesellschaftliche Umfeld und die Diskriminierung der heute so geschätzten Musiker. Von ihren familiären Wurzeln verfolgt der Film den Weg der Musiker von Bratislava nach Wien, wo sie heute leben.