Beethoven: Tripelkonzert mit I. Faust, J.-G. Queyras und M. Helmchen

Foto: © ARTE/François SechetArte, 16.10.2017, 00:35-01:15 Uhr, 30.10.2017, 05:00-05:40 Uhr.
Ludwig van Beethoven gehört zu den meistgespielten Komponisten weltweit, wobei insbesondere seine 5. Symphonie als Klassiker ihrer Gattung von idealer Form, Ausgewogenheit und Reichtum an melodischer und harmonischer Erfindung gilt. Zu den unbekannteren und eher selten aufgeführten Werken des Komponisten gehört das Tripelkonzert – quasi eine Sinfonia concertante oder ein Klaviertrio in Form eines Konzertes. Es fordert gleich drei Solisten, die zudem »mit kaum besiegbaren und zum Theil doch unwürksamen Schwierigkeiten konfrontiert« werden. Das Tripelkonzert, das dem solistischen »Klaviertrio« vielfältige Interaktionen mit dem Orchester bietet und trotzdem eine kammermusikalische Intimität bewahrt, entstand im Umfeld seiner Werke »Eroica« und der »Appassionata«. Interessanterweise blieb die Kombination eines Klaviertrios mit dem Orchester über nahezu 100 Jahre ein Einzelfall in der musikalischen Gattungsgeschichte, ehe sich im 20. Jahrhundert die Komponisten Tscherepnin und Casella wieder daran versuchten. Die erste Leipziger Aufführung des Werks spielten am 18. Februar 1808 Heinrich August Matthäi, Konzertmeister des Gewandhausorchesters, und sein Cello-Kollege Justus Friedrich Dotzauer gemeinsam mit der Pianistin Elisabeth Catharina Müller im Leipziger Gewandhaus. Danach und bis weit ins 20. Jahrhundert wurde es ruhig um das Konzert. ARTE präsentiert nun über 200 Jahre später eine weitere Aufführung des Tripelkonzerts im Gewandhaus zu Leipzig: nun mit dem exzellenten Solistentrio Isabelle Faust (Violine), Jean-Guihen Queyras (Violoncello) und Martin Helmchen (Klavier). Ein musikalisches Heimspiel für das Leipziger Gewandhausorchester unter der Leistung seines ehemaligen Kapellmeisters Herbert Blomstedt.

Arte Concert: Online von 15. Oktober bis 22. Oktober 2017.

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