Oktober, 2018

Do04Okt07:50Do08:05WDRBrundibár - Eine Kinderoper aus dem KZ - Theresienstadt07:50 - 08:05 Doku, Oper

Programm

Das dritte Education-Projekt des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder begann am 6. März 2011. Die Premiere fand am 8. Mai 2011 in Frankfurt/Oder statt. Am Anfang wusste niemand, wie das Projekt endet: die Kinder kannten sich nicht, sprachen unterschiedliche Sprachen und die Organisatoren kamen aus Holland, Norwegen und Polen. Der Film beobachtet die Kinder und Jugendlichen bei den Proben, besucht einige von ihnen zu Hause und war in schönen, schwierigen und lustigen Momenten mit der Kamera dabei. Ein Höhepunkt der Dokumentation sind die Erinnerungen der Zeitzeugin Eva Hermanova.
Das dritte Education-Projekt des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder begann am 6. März 2011. Zeitgleich starteten auch die Dreharbeiten für die Dokumentation im Schloss Genshagen. Sie endeten am 8. Mai 2011 zur Premiere in Frankfurt/Oder in der Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach«. Am Anfang wusste niemand, wie das Projekt endet: die Kinder kannten sich nicht, sprachen unterschiedliche Sprachen und die Organisatoren kamen aus Holland, Norwegen und Polen. Autor Frank Overhof und Kameramann Alexander Huf waren fast täglich bei den Proben dabei. Sie beobachteten die Kinder und Jugendlichen, besuchten einige von ihnen zu Hause und waren in schönen, schwierigen und lustigen Momenten mit der Kamera dabei.
Ein Höhepunkt der Dokumentation sind die Erinnerungen der Zeitzeugin Eva Hermanova. Als damals 14-Jährige sang sie bei den Aufführungen von »Brundibár« in Theresienstadt im Kinderchor mit. Das Kamerateam hat sie in Prag besucht. Da es ihr Gesundheitszustand erlaubte, war Eva Hermanova Ehrengast bei der Premiere. Der Film macht ein Stück Zeitgeschichte erlebbar. Zuschauerinnen und Zuschauer werden Zeugen eines ganz besonderen länderübergreifenden Mehrgenerationenprojektes. Als Sprecher der Dokumentation konnte der Schauspieler Axel Prahl gewonnen werden.
Die Kinderoper »Brundibár« von Hans Krása und Adolf Hoffmeister wurde vor allem dank der Rolle berühmt, die sie im Konzentrationslager Theresienstadt gespielt hat. Dort wurde sie über 50 Mal offiziell gespielt und unzählige Male inoffiziell – auf den Gängen der Wohnbaracken und in Hofecken. An seiner Bedeutung zweifelte nicht einmal das nazi-deutsche Lagerkommando und wählte die Oper als Beweis des »schönen Lebens« im »Kurort Theresienstadt« für die Inspektion des Internationalen Roten Kreuzes am 23. Juni 1944.

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