Dezember, 2018

So02Dez10:15So11:00BFSBR-KLASSIK: Paavo Järvi dirigiert Brahms10:15 - 11:00 Konzert

Programm

Kissinger Sommer 2017

Ab der Saison 2017 ist »Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen« für fünf Jahre das »Orchestra in Residence« des Festivals »Kissinger Sommer«. Ein Teil des Auftrags dieses vielseitigen Kammer-Symphonieorchesters ist die Aufführung der Symphonien von Brahms.
Unter der Leitung seines Chefdirigenten Paavo Järvi begann das Orchester die Reihe mit Brahms‘ zweiter Symphonie in D-Dur, op. 73. Brahms, der Beethoven auf das Höchste bewunderte und der Meinung war, nach Beethoven könne man keine Symphonien mehr schreiben, rang sich dennoch dazu durch und komponierte vier Symphonien.
Die zweite schrieb Brahms 1877 als bereits 43-Jähriger unmittelbar nach der Uraufführung der ersten Symphonie 1876.
Zur Interpretation durch Die Deutsche Kammerphilharmonie unter Paavo Järvi schrieb BR-Klassik-Musikredakteur Bernhard Neuhoff in seiner CD-Besprechung: »Järvi setzt auch hier wieder auf sein Markenzeichen, den transparenten, durchsichtigen Klang. Kaum Vibrato in den Streichern, markante Bläsersätze. Aber, und das macht seine Interpretation der Zweiten Symphonie so überzeugend, er gönnt dieser Musik zugleich auch all die Weiträumigkeit und Gefühlstiefe, die sie zu einem der absoluten Höhepunkte der musikalischen Romantik macht. Denn trotz seiner Traditionsverbundenheit war Brahms alles andere als ein trockener Klassizist. Und er hat, bei aller Beethoven-Verehrung, eben doch etwas absolut Neues und Zukunftsweisendes geschaffen, eine eigene symphonische Welt. Järvi, das hört man gleich in den ersten Takten, ist fest entschlossen, sie in ihrer unvergleichlichen Individualität zu erforschen. Vorurteilslos, mit dem Wissen um das kompositorische Niveau der Wiener Klassik, dem sich Brahms verpflichtet fühlte, zugleich aber beseelt von überströmender emotionaler Wärme. (…) Herausragend ist auch die Orchesterleistung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Der Klang ist zugleich schlank und warm, durchsichtig und atmend. Die Musiker reagieren mit Sensibilität und größter Präzision. Und im Finale lassen sie sich von Järvi in eine Art kalkulierten Rauschzustand versetzen, der, auf mich zumindest, absolut ansteckend wirkt.«

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