Oktober, 2018

Mi24Okt00:25Mi01:40BFSBR-KLASSIK: Lorin Maazel dirigiert Richard Strauss00:25 - 01:40 Konzert

Programm

«Metamorphosen« Studie für 23 Streicher
Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichern und Harfe
«Till Eulenspiegels lustige Streiche«, op. 28

Stefan Schilling, Klarinette
Marco Postinghel, Fagott
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

In den Jahren 1944/45 schrieb Richard Strauss seine »Metamorphosen – eine Studie für 23 Solostreicher«. Während der Arbeit erreichten ihn in Garmisch die Nachrichten von der Zerstörung der Berliner Lindenoper und der Dresdner Semperoper, Stätten, an denen einige seiner Opern uraufgeführt worden waren. Die verzweifelte Situation des Komponisten, der angesichts der Zerstörung Deutschlands und der Schließung auch der letzten Theater- und Opernhäuser das vorläufige Ende jeglichen Kulturlebens miterleben musste, spiegelt sich in der Komposition wider. Ganz besonders war Strauss von der Verwüstung seiner Heimatstadt München betroffen: In die Skizzen zu den »Metamorphosen« schrieb er die Worte »Trauer um München«.
Gegenüber den Hauptschaffensgebieten von Richard Strauss, der Oper und der symphonischen Dichtung, spielen die konzertanten Werke eine eher untergeordnete Rolle. So gehört auch das 1947 in Montreux entstandene Duett-Concertino für Klarinette und Fagott zu den unbekannteren Werken des Komponisten. 1948 in Lugano uraufgeführt, fand es bis heute keinen festen Platz im Konzertrepertoire.
In den Jahren 1894/95 komponierte Richard Strauss die Tondichtung »Till Eulenspiegels lustige Streiche. Nach alter Schelmenweise – in Rondoform – für großes Orchester opus 28«. Im Wesentlichen sind es zwei Themen, die Till charakterisieren. Von diesen Themen abgeleitet sind auch die Couplet-Szenen, in denen die verschiedenen Streiche des Schelms dargestellt werden.
(Aufzeichnung aus dem Herkulessaal der Residenz in München)

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